4G Netzabdeckung

Während im 3G-Netz mit dem UMTS-Turbo HSPA+ Datenraten von maximal 28 Megabit pro Sekunde im Downlink möglich sind, geht die Datenübertragung im 4G Netz wesentlich schneller vonstatten. Der 4G-Standard Long Term Evolution (LTE) verspricht Geschwindigkeiten bei Übertragungen von bis zu 300 Megabit pro Sekunde im Download. Uploads sollen mit bis zu 75 Megabit pro Sekunde funktionieren. Auch die alternativen 4G-Technologien WiMAX (Worldwide Interopability for Microwave Access) und UMB (Ultra Mobile Broadband) stellen gesteigerte Datenraten von bis zu 280 Megabit pro Sekunde in Aussicht. Der 4G-Standard LTE ist relativ kompatibel zum UMTS-System, was eine schnelle und kosteneffiziente Umrüstung für die europäischen Breitband-Systeme bedeuten würde. Die WiMAX-Tchnologie basiert auf dem Internet Protocol, bei UMB handelt es sich um eine Weiterentwicklung des US-amerikanischen 3G-Standards CDMA2000. Noch ist nicht entschieden, welche Mobilfunktechnik sich weltweit als 4G-Standard durchsetzen wird. Die europäischen Netzbetreiber stehen derzeit vor der Frage, ob sie in eine Erweiterung ihrer UMTS-Netze via HSPA+ investieren oder gleich auf den Nachfolgestandard 4G setzen sollen. Als aussichtsreichster Nachfolgestandard für 4G in Europa gilt LTE, auch aufgrund der guten Kompatibilität mit dem UMTS-System. Indem sie den neuen Standard in ihre bereits bestehenden UMTS-Netzen integrieren, könnten die europäischen Netzbetreiber innerhalb von kurzer Zeit eine hohe LTE-Netzabdeckung gewährleisten. Wann die 4G Netzabdeckung auf dem Niveau der heutigen UMTS Netzabdeckung sein wird lässt sich schwer vorhersagen.