4G Netz E-Plus
Als einziger deutscher Netzbetreiber hat E-plus sein 3G-Mobilfunknetz bislang nicht flächendeckend mit dem Datenturbo High Speed Packet Access (HSPA) aufgerüstet. Bislang surfen E-plus-Kunden in der Regel mit der herkömmlichen UMTS-Geschwindigkeit von maximal 384 Kilobit pro Sekunde. Nun hat E-plus beschlossen, sein Funknetz doch mit dem UMTS-Turbo HSDPA aufzurüsten, zumindest stellenweise. Inzwischen sind an ausgewählten Standorten wie Leipzig und Berlin HSDPA-Datenraten von bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde im Download möglich. Auch der Umstieg von UMTS (3G) auf die 4G-Technologie Long Term Evolution (LTE) wird bei E-plus wohl kaum zügig von statten gehen. Das E-Plus 4G Netz wird wohl am Längsten auf sich warten lassen. Wenigstens hat sich das Tochterunternehmen des niederländischen KPN-Konzerns jetzt dazu durchgerungen, erste LTE-Tests durchzuführen. Ein LTE-Feldversuch findet derzeit in Mecklenburg-Vorpommern statt. E-Plus arbeitet hier mit der Landesregierung und Ericsson zusammen. Für die Datenübertragung via LTE werden ehemalige Rundfunkfrequenzen genutzt. Innerhalb eines Jahres sollen etwa 50 Haushalte im Umkreis von 20 Kilometern mit einem LTE-Netz versorgt werden. Ziel des Feldversuchs ist, herauszufinden, wie stark die Leistung von LTE bei der Datenübertragung in ländlichen Regionen ist.